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Bis bald...in der Bezirksliga!

Herren
08.11.2017

Interview Mathias Gorzel, Sponsoring

Mathias Gorzel

30 Jahre , Fahrlehrer Fahrschule Gorzel

Torwart Trainer

Sponsoring TuS Traunreut , Soziale Medien

 

Dennis: Wie kam es zu deinem Posten als Torwart – Trainer?

„In meiner Zeit nach meiner zweiten Kreuzband OP hab ich versucht, wieder den Anschluss an das Team zu bekommen, deshalb bin ich Anfang 2017 auch mit ins Trainingslager nach Slowenien gefahren. Ursprünglich war geplant, einfach nur mitzufahren und vor Ort Zimmer, Plätze usw. zu organisieren oder anders gesagt, eher dabei zu helfen, dies zu organisieren. In Absprache mit den beiden Herren Trainern gestalteten wir so das Trainingslager. Nach nur einer Einheit mit den Goalies hat mich die Lust auch schon gepackt. Im Trainingslager waren gute Bedingungen und die Goalies hatten richtig Lust auf Arbeit, das hat mein Feuer wieder entfacht. Seitdem trainieren ich 1x wöchentlich insgesamt 11 Torhüter von der D – Jugend bis zu den Herren. Ich kann eines versprechen, wenn sie gesund bleiben und dem Ruf vor den anderen Vereinen widerstehen, haben wir in Zukunft die besten Goalies im Landkreis. Was da in der Jugend nachkommt ist echt KLASSE!“

 

Dennis: Wird es noch ein Comeback als Spieler geben oder hast du die Fußballschuhe an den Nagel gehängt? „Wenn man sich vorstellt, dass ich seit 1993 bei diesem Verein mehr oder auch mal weniger spiele, wird sich diese Frage jeden Tag stellen. Nach 2 gebrochenen Handgelenken, einem eistenbruch , einem gerissenem Meniskus und zwei Kreizbandrissen ist die Vorstellung nochmal auf den Platz zurück zukommen eher schwer vorstellbar. Ich habe leider viele Verletzungen mitgemacht und viele Monate,

mittlerweile sogar Jahre damit verbracht daran zu arbeiten wieder so zu werden wie früher. Auch jetzt bemühe ich mich seit knapp 2 Jahren, körperlich komplett fit zu werden. Wenn nicht mehr als Spieler, kann man den Verein auch bestimmt auf andere Art und Weise helfen.“

 

Dennis: Deine damaligen Jungs hatten viel Spaß und Erfolg mit dir als Trainer. Keine Lust nochmal einen Trainerposten zu übernehmen?

„Torwart Trainer bin ich ja schon ;-)

Auch heuer musste/konnte/ DURFTE ich den Seppo schon vertreten und ja, ich hatte extrem viel Spaß. Bei zwei Derbys war ich dabei. In Altenmarkt konnten wir gewinnen, da hat irgend so ein wilder Linksfuß einen Sahnetag gehabt, in Palling (gegen 80% meiner ehemaligen Fahrschüler) waren wir 70 Minuten lang nicht die schlechtere Mannschaft mit einem von A-Jugendspielern aufgefülltem Kader. Die

Lust diesem Sport und Verein verbunden zu bleiben habe ich, ja. Ob als Spieler, Trainer oder Funktionär wird sich in den kommenden Jahren zeigen.“

 

Dennis: Im Sponsoring bist du ja auch fleißig tätig – wie läuft es da so bzw was ist geplant?

„Fleißig tätig ist wahrscheinlich übertrieben. Seit der Sommerpause arbeite ich stetig daran, ein neues Sponsoringkonzept auf die Beine zu stellen. Hier haben wir auch schon erste Erfolge vorzuweisen, wir haben einen Konzeptmappe entworfen, in der sich Vorstandschaft, Mannschaft, Jugend und Sponsoring vorstellen. Gerade sind wir an der Ausarbeitung eines „Grün- Weiß Pakets“ dran. Wir haben hier in den letzten Jahren eher vor uns hergewurschtelt, jeder hat für sich selbst mal einen Sponsor angesprochen, aber direkt offiziell von Vereinsseite kam selten etwas. Damit soll nun defintiv Schluss sein, wir wollen uns auch auf dieser Ebene in Zukunft besser präsentieren. Mit einem ausgearbeitetem Konzept und klaren Vorstellungen werden wir Sponsoren angehen und kontaktieren. Denn unser Verein kann nur einen weiteren Schritt nach vorne machen, wenn wir auch hier Fortschritte erzielen.“

 

Dennis: Woher kommt dieses enorme Engagement auf und außerhalb des Platzes für diesen Verein?

„Ich bin durch diesen Verein nicht reicher und wohlhabender geworden. Aber und das ist ein großes ABER, ich hab meine Kindheit und Jugend hier verbracht, bin durch den Sport und die Liebe zum Fußball mit dem Verein verbunden. Man kann es eigentlich nicht direkt beschreiben und viele werden mich für verrückt halten, aber dieser Verein kann einem Sportfanaten sehr viel zurück geben. Viele

Spieler kenne ich von Kind auf, mit ihnen eine Leidenschaft zu teilen, Zeit zu verbringen, zu feiern, zu verlieren usw.... das macht das Leben hier aus. Es mag nach außen hin vieles nicht perfekt und manches auch katastrophal erscheinen, aber es wird keinen Spieler geben, der sagt, dass ist keine gute Truppe, ganz im Gegensatz. Beispiel : Wenn ich an unseren Goalie früherer Zeit – Bany - denke, er kam als Skeptiker des TuS und ging als Freund der Familie TuS. Genau deswegen versucht man, dem Verein, seinen Spielern und Gönnern möglichst viel davon zurück zu geben.“

 

Dennis: Wenn du einen Fußballspieler zum TuS holen könntest, egal welchen. Welcher wäre es und wieso?

„Mein Freund Daniel „Wowa“ Waldemar

Ich verfolge seinen Werdegang in der Kreisstadt von Beginn an und bei jedem Gespräch warte ich darauf, dass er endlich sagt, er werde wieder zurückkommen. Ich kenne ihn als Jugendspieler, da war er der kleinste und am wenigsten beachtete. Er hatte damals schon Qualität, aber er traute sich nicht viel, war klein und wenig selbstbewusst. Schaut ihn euch heute an. Bayernliga Kaptiän – Führungsspieler. Einer der wenigen Stammspieler, die immer spielen, solange sie fit sind. Irgendwann ,ja Irgendwann sehen wir ihn hoffentlich noch einmal in Grün-Weiß!“

 

Dennis: Sportplatz Ziele für die Zukunft?

„Nehmen wir doch erstmal die sportlichen Ziele. Ziele mit Weitsicht : Flutlicht am Hauptplatz, neue Kabinen, Tribüne mit Überdachung Ziele in kürzerer Zeit : Finanzielle – sportliche Rehabilitation“

 

Dennis: Mit deinem 30. Geburtstag ist ein weiterer Meilenstein gesetzt worden. Hast du außerhalb vom Sportplatz Ziele für die Zukunft?

„Außerhalb vom Sportplatz habe ich mir für 2018 viel vorgenommen. Wer mal Crosssport machen will und Bock auf bisschen Muskelkater hat, darf sich gern dem Spartan-Race annehmen. Klettern, Laufen, Burpees, Schwimmen, usw sind nur ein Teil davon. 2018 will ich alle Distanzen schaffen, 7km , 17km und 21km „Trifecta“ Baby ,-) Für den letzten Lauf im September in Oberndorf /Tirol waren knapp 4,5h Qualen auf 19km nötig, plus 1 Woche Muskelkater.“

 

Dennis: Was war dein bester Moment mit dem TuS Traunreut?

„Mein persönlich bester Moment war in unserer Aufstiegssaison unsere Auswärtsfahrt nach Buchbach. Unter der Woche und bei Flutlicht gegen eine mit Bayernliga-Kickern gespickte Buchbach-Auswahl in der Nachspielzeit den Elfmeter zum Siegtreffer zu schießen, war schon affengeil. Unbeschreiblich was das in einem abgeht. Mannschaftlich muss ich sagen, hatte ich meine beste Saison unter Coach Gawron.

Eine wahnsinnig geile Mannschaft, ein junger Trainer und viel viel Qualität im Kader. Schön, Egle, Miclos, Gromotka, Wowa um nur ein paar Namen zu nennen. Leider standen wir uns häufig selbst im Weg, sonst wäre damals schon der Aufstieg in die BZL drin gewesen. Unvergessen unser Halbfinal-Sieg gegen Erlbach in TS. Es ist schwer nur einen Moment zu nennen, aber ganz klar diese Saison und die

Aufstiegssaison unter Coach Stutz zählen schon zu den Highlights.“

 

Danke Mathias

„keiner geht allein“

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